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Keynotes

9 - 13 Uhr

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Wie können sich Betroffene in politische Entscheidungsfindungen einbringen?

Rudolf Anschober

Politiker

Soziale Arbeit braucht inhaltliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung. Das hat uns auch die Pandemie besonders deutlich gezeigt. Aber: wie geht Weiterentwicklung? Wie können sich Betroffene in politische Entscheidungsfindungen einbringen? Wie kann etwas bewirkt werden? Damit aus Jammern nicht Resignation, sondern Verbesserung und Aufbruch wird.

Rudolf Anschober ist seit 1990 in der Politik, seither 13 Jahre in Parlamenten und 17 Jahre in Regierungen. Erste schwarzgrüne Koalition Österreichs auf Landesebene, 12 Jahre Regierungskoalition in Oberösterreich. Erste grüne Regierungsbeteiligung auf Bundesebene. Zuständigkeit für die Pandemie bis April 2021.

Mehr über Hr. Anschober erfahren Sie hier.

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Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Alltag in zivilgesellschaftlichen Organisationen

Ruth Simsa

Sozialwissenschaftlerin

Organisationen der Zivilgesellschaft leisten unverzichtbare und vielfältige Beiträge zur Lebensqualität in unserem Land. In vielen Aspekten sind ihre Rahmenbedingungen aber an sich in den letzten Jahren schlechter geworden, Covid hat das noch drastisch verschärft. Insbesondere im Sozial- und Gesundheitsbereich gibt es hohe Arbeitsbelastungen. Individuelle Resilienz, also das Sich-Anpassen an Herausforderungen wird auf Dauer nicht ausreichen, um strukturelle Mängel auszugleichen. Es braucht daher von Seiten der Politik die  Absicherung guter ökonomischer Rahmenbedingungen, den Einbezug der Expertise der Zivilgesellschaft, und einen gesellschaftspolitischen Diskurs über den Wert sozialstaatlicher Absicherung insbesondere in Krisenzeiten.

Ruth Simsa ist Professorin am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der Wirtschaftsuniversität Wien. Weiters arbeitet sie als Unternehmensberaterin und Managementtrainerin.

Mehr über Fr. Simsa erfahren Sie hier.

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Auszug aus der Literatur von Fr. Simsa:

Simsa, R./ Patak, M.: Leadership und Homeoffice. So gelingt Führung aus der Distanz. Wien, 2021
Maier, F./ Simsa, R.: Management solidarökonomischer Unternehmen. Ein Leitfaden für Demokratie und Nachhaltigkeit. Stuttgart 2019
Simsa, R./Meyer, M./Badelt, Ch. (Hg.): Handbuch der Nonprofit-Organisation. Stuttgart 2013 (5. überarbeitete Auflage)
Simsa, R./Patak, M.: Leadership in Nonprofit-Organisationen. Die Kunst der Führung ohne Profitdenken. (zweite überarbeitete Auflage) Wien 2016

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Welt verändern in der Praxis: Wie Sozialorganisationen gesellschaftspolitische Wirkung erzielen können

c Christoph Liebentritt

Elisabeth Hammer

Geschäftsführung neunerhaus & Obfrau BAWO

Sozialorganisationen lindern täglich Notlagen und unterstützen bei der Lösung unterschiedlicher Probleme. Viele von ihnen wollen darüber hinaus zu einer systemischen Verbesserung der Lebenssituation von vulnerablen Zielgruppen beitragen. Um gesellschaftspolitische Wirkung zu erzielen, braucht es eine aktive Involvierung in die Gestaltung des sozialen Feldes – und einen lebendigen Diskurs mit FachexpertInnen und FördergeberInnen genauso wie mit KooperationspartnerInnen in der Zivilgesellschaft. Welche Grundhaltungen in einer Sozialorganisation sind dabei hilfreich? Welche Führungs- und Organisationskultur ist notwendig, welche Strukturen und Prozesse sind unumgänglich? Damit beschäftigt sich der Impulsvortrag anhand konkreter Beispiele. 

Bevor Elisabeth Hammer 2017 die Geschäftsführung bei neunerhaus übernahm, war die Sozialwissenschaftlerin und Sozialarbeiterin u.a. Aufsichtsrätin sowie als fachliche Leitung federführend bei der Konzeption mehrerer neunerhaus Angebote, darunter neunerhaus Housing First sowie das neunerhaus Gesundheitszentrum. Elisabeth Hammer ist zudem Obfrau der BAWO – Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und Autorin verschiedener Publikationen zu Wohnungslosigkeit. Sie hat ein Masterstudium Organisationsentwicklung abschlossen und ist seit 2019 Teil der Jury für die SozialMarie, mit der jedes Jahr europäische Projekte für soziale Innovation ausgezeichnet werden.

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c Christoph Liebentritt

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Workshops

Von 14-17 Uhr werden verschiedene Workshops parallel stattfinden, hier die Überischt der Themen und Workshopleiter*innen.

A

Irina Adăscălitei und
Cornelia Burtscher

How to actively shape the social sector and contribute to future trends – an example given by CONCORDIA Academia, a training unit in socio-humanitarian field in South-Eastern Europe

B

Regina Aistleithner

Die Politik ist die Kunst des Möglichen

C

Sandra Frauenberger

Das öffentliche Bild der Sozialberufe aktiv gestalten

D

Cornelia Heinrich

PROMENZ – von der Selbsthilfeinitiative zum Social Franchising

E

Elisabeth Löffler und
Elisabeth Udl

Soulguard - Leben heißt mitgestalten - Pausen sind ein Teil davon

F

Christoph Schweifer

Die gesellschaftliche Bedeutung Sozialer Arbeit in Zeiten der Krise

G

Klaus Schwertner

Socialmedia - über Macht und Ohnmacht im Netz

H

Sr. Maria-Andreas
Weißbacher CPS

Interreligiöser Dialog in der Arbeit mit Geflüchteten

 

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Irina Adăscăliței

How to actively shape the social sector and contribute to future trends – an example given by CONCORDIA Academia, a training unit in socio-humanitarian field in South-Eastern Europe

Irina Adăscăliței, director Concordia Academia, Concordia international and Cornelia Burtscher,HR&OD Director, Concordia international

Workshop A

While during the first years of its existence, the legislative influence of CONCORDIA Academia played a major role (e.g. introducing the two professions “social manager” and “supervisor in social field” into the national professional labour code), today it’s about contributing to shape the future of the social field.

Irina Adăscăliței

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Cornelia Burtscher

The main challenge we are facing following our mission is a consistent awareness raising process for both employers and individuals in social field about the importance of investing in high qualitative professional staff development and that this process has a price which should be at least partially payed by them. 

In a currently implemented project – “FOCUS – Forward looking Social Europe Skills” with partners form Romania, Denmark, Italy and Austria, CONCORDIA Academia focuses on the description of the European social sector in the perspective 2030.

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Irina Adăscăliței, director Concordia Academia, Concordia Sozialprojekte Rumänien international is a specialist in human resources development, coach and professional expert in organizational development and management, as well as the founder and director of CONCORDIA Academia. 

Cornelia Burtscher has been working in the social sector in central and south-Eastern Europe for the past ten years in different management positions and is part of CONCORDIA Academia’s trainers’ and supervisors’ team. In addition to this, currently, Cornelia is international HR&OD Director in CONCORDIA International.

Cornelia Burtscher

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Die Politik ist die Kunst des Möglichen

Regina Aistleithner, Juristin, Beraterin

Workshop B

Die Politik ist die Kunst des Möglichen. Was ist möglich? Politische Entscheidungen beruhen auf einem Abwägen von Informationen und Interessen. Wer bringt wie Ihre Interessen ein? Wie kann man wirkungsvoll handeln? Wo sind die Grenzen? Im Workshop werden Grundlagen, Ansätze und Werkzeuge für Einzelpersonen und Organisationen praxisorientiert dargestellt und diskutiert.

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Das öffentliche Bild der Sozialberufe aktiv gestalten

Sandra Frauenberger, Geschäftsführung Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen 

Workshop C

In der gesellschaftlichen Diskussion wird aktuell ein düsteres Bild über die Situation in der Sozialwirtschaft gezeichnet. Zurecht werden Sie jetzt vielleicht sagen. Stimmt, aber: Diese Darstellung schadet vielleicht mehr als sie uns hilft, um die Lage zu verbessern. Problemmeldungen schrecken potenzielle neue Kolleg*innen ab. Problemmeldungen untergraben das Vertrauen der Klient*innen. Und Problemmeldungen alleine geben der Politik noch zu wenig Hinweise auf sinnvolle Lösungen. 

Stattdessen könnten wir zeigen welchen Wert die Arbeit im Sozialbereich für die Lebensqualität der Bevölkerung hat, dass diese Qualität in Gefahr ist und vor allem, welche guten Ideen und Konzepte es gibt, damit die Situation besser anstatt schlechter wird.
Und es sind die Fachkräfte aus der Sozialwirtschaft, die diese Geschichte erzählen sollten. Weil Sie sie am besten kennen und weil es Ermächtigung bedeutet, die eigene Geschichte selbst erzählen zu können.
 

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Sandra Frauenberger, geboren am 22.09.1966 in Wien, hat ihre berufliche Laufbahn in der Gewerkschaft der Privatangestellten begonnen. Von der Jugendarbeit mit einer Zwischenstation in der Organisationsentwicklung hat sie von 1999 bis 2007 die Frauenabteilung der GPA-djp geleitet. 2001 ist sie in den Wiener Landtag eingezogen, hat die Funktion der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin eingenommen und bekleidete zunächst die Funktion der Vorstandsvorsitzenden-Stellvertreterin des waff, bevor sie 2006/2007 den Vorsitz übernahm. Am 25.01.2007 wurde sie in die Regierung von Bürgermeister Dr. Michael Häupl berufen. In den zwölf Jahren als Stadträtin hat sie in drei Ressorts die Bereiche Frauen, Integration, Konsument*innenschutz, Digitalisierung, Personal, Bildung, Gesundheit und Soziales gestaltet. Seit Dezember 2018 ist sie Geschäftsführerin im Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen.

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(c) Caroline Heinrich

PROMENZ – von der Selbsthilfeinitiative zum Social Franchising

Cornelia Heinrich gemeinsam mit zwei PROMENZ SelbstvertreterInnen

Workshop D

Wie Entstigmatisierung und Enttabuisierung von Demenz in Österreich gelingen kann. Unterstützte Selbsthilfe und Selbstvertretung von Menschen mit Vergesslichkeit in Zeiten der Pandemie. Mit und von Betroffenen lernen: Online Formate und Telefongruppen zur Sicherstellung sozialer Teilhabe während der Lockdowns.

Cornelia Heinrich ist ehrenamtliche Unterstützerin und Vorstand bei PROMENZ,  freiberufliche Unternehmensberaterin, Trainerin und Coach für Führungskräfte

Mehr zu PROMENZ hier.

(c) Caroline Heinrich

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Soulguard - Leben heißt mitgestalten - Pausen sind ein Teil davon

C Mariama Diallo

Elisabeth Löffler, Peerberaterin und Performerin und
Elisabeth Udl, Geschäftsführung Ninlil

Workshop E

Die Performerin und Beraterin Elisabeth Löffler ist auf vielen Ebenen politisch aktiv: Als Solo-Künstlerin, als Sexual- und Peerberaterin, als Vortragende, in ihrem Alltag als Mutter. Die Herausforderungen, die dabei entstehen, sind vielfältig: Die Grenzen zwischen Privatleben und politischer Aktion lassen sich nicht immer scharf ziehen, neben der bewussten Einflussnahme sind auch bewusste Pausen, Rückzugsmöglichkeiten und Erholungsräume notwendig, die auch noch selbst geschaffen werden müssen. Im Workshop stellen wir uns gemeinsam der Frage, ob und wie es gelingen kann, diese Ansprüche im Blick zu behalten und zu balancieren.

Elisabeth Löffler ist Performancekünstlerin, Lebens-und Sexualberaterin, Rollstuhlnutzerin. Seit vielen Jahren in der Selbstbestimmt Leben Bewegung und im queerfeministischen Umfeld aktiv. Lebt mit ihrer Tochter und Persönlicher Assistenz in Wien.

Mehr zu Fr. Löffler hier.

C Mariama Diallo

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Elisabeth Udl studierte deutsche Philologie und Französisch, war als Therapeutin für heilpädagogisches Voltigieren und integratives Reiten tätig und hat 2006 begonnen, bei Ninlil - Empowerment und Beratung für Frauen mit Behinderung zu arbeiten. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins und Leiterin des Bereichs "Kraftwerk gegen sexuelle Gewalt an Frauen mit Lernschwierigkeiten". Berufsbegleitend absolviert sie eine personzentrierte Therapie-Ausbildung und ist seit 2018 Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision.

Mehr zum Verein Ninlil hier.

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Die gesellschaftliche Bedeutung Sozialer Arbeit in Zeiten der Krise

Christoph Schweifer, Sonderbeauftragter für Humanitäre Hilfe der österreichischen Bundesregierung und Berater für nachhaltige Unternehmensentwicklung

Workshop F

Pandemie, Klimakrise und extreme soziale Ungleichheiten verschärfen gesellschaftliche Spaltungen und Konflikte.
Festungen errichten, Populisten und autoritäre Persönlichkeiten wählen und sich in die eigenen kommunikativen Blasen zurückziehen, sind keine zukunftsorientierten Lösungsstrategien.
Im Workshop wollen wir uns der Aufgabe widmen, herauszufinden, welchen Beitrag Soziale Arbeit zur Beantwortung der beiden zentralen Menschheitsfragen leistet:   

Wie schaffen wir es als Gesellschaft Konflikte friedlich zu lösen?
Wie können wir die Lebensfreundlichkeiten unseres Planeten erhalten?

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Zu Christoph Schweifer: Viele Jahre verantwortlich für die internationale Arbeit der österreichischen Caritas im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe. Davor Leitung der Caritas im Burgenland.

Zurzeit Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Humanitäre Hilfe und selbstständiger Berater für zukunftsfähige Unternehmensentwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals. 

Mehr zu Hr. Schweifer hier.

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(c) J. Hloch

Socialmedia - über Macht und Ohnmacht im Netz

Klaus SchwertnerGf. Caritasdirektor der Erzdiözese Wien

Workshop G

Klaus Schwertner ist gf. Caritasdirektor der Erzdiözese Wien und seit vielen Jahren eine starke Stimme der Zivilgesellschaft. Auf instagram, facebook, twitter und Co. deckt er Ungerechtigkeiten auf und macht nicht zuletzt in seinem Buch „Gut, mensch zu sein“ deutlich, dass es gerade auch im digitalen Raum auf jede und jeden Einzelnen ankommt. Weil es nicht zuletzt auch darum geht, das Netz zu einem besseren Ort zu machen. Vom Shitstorm zum Flowerrain: In dem Workshop dreht sich alles um die Chancen und Grenzen von Socialmedia – zwischen Selbstdarstellung, Verantwortung und positiver Veränderung.

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Klaus Schwertner studierte an der Fachhochschule Krems Gesundheitsmanagment und leitete danach die Abteilung PR, Kommunikation und Marketing der NÖ Landeskliniken-Holding. Seit 2008 ist Klaus Schwertner bei der Caritas für Menschen in Not im Einsatz, zuerst als Pressesprecher und seit 2013 in der Geschäftsführung. 2016 wurde Schwertner zum „Kommunikator des Jahres“ und 2019 mit dem Blogger Award für Zivilcourage ausgezeichnet. 2021 erschien sein erstes Buch „Gut, mensch zu sein“.

Mehr zu Hr Schwertner hier.

(c) J. Hloch

a922

Interreligiöser Dialog in der Arbeit mit Geflüchteten

Sr. Maria-Andreas Weißbacher CPS, Leiterin des Referats für interreligiösen Dialog der Diözese Klagenfurt

Workshop H

Die pensionierte Lehrerin und Ordensschwester Maria-Andreas Weißbacher setzt sich in Kärnten seit vielen Jahren für den Schutz von Geflüchteten ein. Anstatt Menschen nach Herkunft oder Religion zu spalten und auseinanderzudividieren, wie es Teile der Politik tun, hat sie Brücken gebaut und sich intensiv für interreligiösen Dialog eingesetzt.
Im Fokus steht dabei ihr leidenschaftliches Bekenntnis zum wertschätzenden Dialog als Methode und Maßstab für alle weltweite Zusammenarbeit. In diesem Workshop wird Sr. Maria Andreas von ihrer Arbeit und den Hintergründen berichten und gemeinsam wollen wir ausloten, wie Menschen zum Handeln ermutigt werden können.

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Sr. Maria Andreas Weißbacher geb. 1939 in Tirol,
VS Lehrerin,
1959 Eintritt im Kloster Wernberg,
Theologiestudium in Salzburg,
Lehrerin an der HAK Villach bis 1999
1990 Teilnahme als Beobachterin an der Weltversammlung des Konziliaren Prozesses in Seoul
Absolvierung des Grundkurses Interreligiöser Dialog im Bildungshaus Sr. Virgil
Von 2003 bis 2021 ehrenamtliche Leiterin des Referates für den Interreligiösen Dialog in der Diözese Gurk.

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Anmeldung

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Moderation

Die Moderation des Tages übernehmen Karin Michaela Krischanitz und Robert Gerstbach-Muck.

 

Kontakt

Sie haben noch Fragen zum Symposium?

organisatorische Ansprechperson Martha Gottschamel:
gottschamel@sozialmanagement.at
+43-1-803 98 69 

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